At Home with Julie Lansom
Farbe, Handwerkskunst und ein
Zuhause, das mit dem Leben wächst
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Farbe, Handwerkskunst und ein Zuhause, das mit dem Leben wächst
Noah Living
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Farbe spielt sowohl in deiner Arbeit als auch in deinem Privatleben eine große Rolle. Was bedeutet Farbe für dich und wie beeinflusst sie dein tägliches Wohlbefinden?

Mein Gehirn nimmt die Welt oft in Farben und Formen wahr, fast schon an der Grenze zur Synästhesie. Gefühle haben für mich Farben, genauso wie Menschen oder Erinnerungen. Wenn ich ein Objekt oder ein Gemälde entwerfe, entsteht es genau so zuerst in meinem Kopf.

Ich versuche, mir diesen kindlich-naiven Blick auf die Welt zu bewahren, und genau das fließt auch in meine Kunst und meine Arbeit ein. Farben können mein Wohlbefinden enorm beeinflussen: In einer Umgebung, deren Farbwelt sich für mich stimmig anfühlt, fühle ich mich sofort wohl. Umgekehrt können falsche Farben mich unruhig oder sogar ängstlich machen. Licht spielt dabei ebenfalls eine große Rolle. Wahrscheinlich auch der Grund, warum ich angefangen habe, Lampen zu entwerfen.

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Du bist durch deinen Vater, einen Kunsthändler, mit Antiquitäten aufgewachsen. Wie hat dich diese frühe Erfahrung geprägt, sowohl im Umgang mit Objekten als auch beim Einrichten und Gestalten heute?

Ich hatte schon immer eine starke emotionale Verbindung zu Objekten. Hinter fast allem in unserem Zuhause steckt eine Geschichte oder Erinnerung: der Ort, an dem ich etwas gefunden habe, ein Urlaub, eine Person aus meiner Familie oder jemand, der mir etwas geschenkt hat.

Ich glaube fest daran, dass man, besonders wenn man offen für Secondhand ist, Objekte mit echter Bedeutung finden kann, oft für denselben Preis wie etwas Neues aus einem Geschäft. Es braucht vielleicht etwas mehr Zeit und Geduld, aber genau das macht es wertvoll.

Wenn ich etwas Bestimmtes suche, gehe ich regelrecht auf Schatzsuche. Manchmal dauert es lange, bis ich das Richtige finde, aber genau dieses Gefühl macht es besonders. Gleichzeitig bin ich manchmal auch sehr impulsiv und verliebe mich spontan in Dinge, die ich eigentlich überhaupt nicht brauche. Irgendwie finde ich trotzdem immer einen Platz dafür. Deshalb haben wir wahrscheinlich viel zu viele Stühle in unserer Wohnung.

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Du hast gerade ein neues Kapitel als Mutter begonnen. Wie hat diese Veränderung dich persönlich und künstlerisch beeinflusst?

Es gab eine längere Phase, in der meine Kreativität wie eingeschlafen war. Das kannte ich so vorher gar nicht. Vielleicht war es sogar das erste Mal in meinem Leben. Aber ich war vollkommen auf diese riesige Veränderung und auf diesen kleinen Menschen fokussiert, und genau das habe ich gebraucht.

In meinem Kopf war schlicht kein Platz mehr für anderes, und ich glaube, Kreativität braucht auch Freiraum. Alles hat sich verschoben, meine Prioritäten genauso wie mein Alltag.

Meine Tochter ist inzwischen zehn Monate alt, und langsam kommen die Ideen und die Energie zurück. Aktuell arbeite ich an einem Glasprojekt, das von Kindheit inspiriert ist, von meiner eigenen und von ihrer. Das begeistert mich gerade sehr.

Die Welt durch ihre Augen zu sehen, bringt mich zurück zu dieser kindlichen Neugier und zu dem Staunen, Dinge zum ersten Mal zu entdecken. Genau so habe ich Design eigentlich immer verstanden: intuitiv, einfach und ehrlich. Und heute fühlt sich dieser Ansatz natürlicher an denn je.

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Viele deiner Arbeiten entstehen in Handarbeit und brauchen Tage bis zur Fertigstellung. Was bedeuten Kreislaufdenken und Langlebigkeit für dich?

Für manche meiner Lampen verbringe ich Stunden oder sogar Tage mit dem Flechten. Und wenn ich die Stücke nicht selbst fertige, investieren Kunsthandwerker:innen in Frankreich oder Italien genauso viel Zeit in ihre Herstellung.

Der Wert eines Objekts kann vieles sein, aber die Zeit und Sorgfalt, die in seine Entstehung fließen, gehören für mich definitiv dazu. Natürlich hat das seinen Preis. Deshalb habe ich mich von Anfang an entschieden, nicht über Großhandel zu arbeiten und meine Stücke ausschließlich direkt zu verkaufen. So kann ich die Preise möglichst fair halten und gleichzeitig eine kontrollierte und ethische Produktion sicherstellen.

Für mich war das der einzige Weg. Ich wollte nie größer werden um jeden Preis, weiter entfernt produzieren oder Kompromisse bei den Arbeitsbedingungen eingehen. Auch zehn Jahre später stehe ich noch genauso dahinter. Es ist das Mindeste, was ich tun kann, um den ökologischen Fußabdruck meiner Arbeiten klein zu halten und meinen eigenen Werten treu zu bleiben.

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Marseille hat eine sehr lebendige und experimentelle Designszene. Wie beeinflusst die Stadt deine Ästhetik und deine Art zu leben und zu arbeiten?

Mehr als die Stadt selbst beeinflussen mich hier vor allem das Wetter und das Licht. Marseille hat an den meisten Tagen dieses intensive, fast grelle Licht, und genau dadurch wirken auch die Farben der Stadt so kraftvoll. Man kann sich dem kaum entziehen.

Außerdem gibt es in dieser Stadt etwas sehr Ehrliches, sowohl in der Atmosphäre als auch in den Menschen. Ich bin im Süden Frankreichs aufgewachsen und fühle mich diesen Menschen einfach verbunden, obwohl ich 14 Jahre in Paris gelebt habe. Paris hat meine Kreativität nie so geprägt wie der Süden, vielleicht, weil er viel stärker ein Teil von mir ist.

Vor Kurzem ist das Torio Sofa bei dir eingezogen. Was hat dich an dem Design sofort angesprochen?

Ich habe mich sofort in die weichen, großzügigen Formen des Torio verliebt. Es fühlt sich an wie eine gemütliche kleine Wolke, in die man sich einfach hineinfallen lassen möchte.

Gleichzeitig liebe ich auch den praktischen Aspekt modularer Sofas. Dass ich es genau an unseren Raum anpassen konnte, war perfekt. Und mit einem Baby verändert sich der Alltag natürlich komplett. Plötzlich putzt man gefühlt nonstop. Deshalb brauchte ich unbedingt ein Sofa, dessen Bezüge waschbar sind. Dass man alle Elemente einfach abziehen und reinigen kann, ist für mich wirklich unverzichtbar geworden.

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Du kombinierst das Torio Sofa mit einem deiner Teppiche. Wie ergänzen sich beide Elemente, und wie bist du bei der Gestaltung vorgegangen?

Einer meiner Teppiche bildet das Herzstück unseres Wohnzimmers, deshalb wollte ich ein Sofa, das perfekt damit harmoniert. Der Teppich ist groß und ziemlich farbenfroh, deshalb habe ich lange über die passende Farbe für das Torio nachgedacht.

Da der Teppich eher kühle Grüntöne hat, wollte ich mehr Wärme in die Wohnung bringen. Das Torio in Caramel schafft genau diesen Ausgleich. Es verändert die gesamte Stimmung des Raumes. Ich bin wirklich sehr glücklich mit der Kombination.

Alle Bilder: Julie Lansom

Entdecke das modulare Torio Sofa

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